Osterferien 24 Tag 9

Hm, hm, dachte ich, irgendwie stinkt es in meinem Bus. Es ist nicht Stinki, die stinkt zwar auch immer noch und hat Glück, dass sie noch nicht duschen musste. Wenn ich mir das recht überlege, wird es aber Zeit, denn sie riecht nicht nach meinem Hund und ich finde ja, dass ein bekannter Geruch ein großer Wohlfühlfaktor sein kann. 

Wo kam also der Geruch her? Alle Neosachen hingen schon seit gestern draußen und da entdeckte ich es: Die Bar, die ich am Mittelmeerstrand benutzt hatte, stank gewaltig nach Fisch, nach verwesenden Quallen. Abspülen reichte auch nicht. Ich hätte sie gerne eingelegt, fand aber keinen passenden Behälter dafür. Jetzt ist sie nach draußen verbannt. 

Nach und nach trudelten so einige SUS Mitglieder ein und ähnlich wie in einem Ameisenstaat fing es an zu wuseln. Die Entropiekraft wurde größer: Alles wurde geputzt. Die Wohnwagen innen und außen, der Grill, die Polsterbox, die Überdachung der Wohnwagen, die Vorzelte, die Küche, der Kühlschrank, die Dächer unserer Trockenstationen, die Überdachung des dritten Wohnwagens neu vermessen, die Fahrräder aufgepumpt, Gas getauscht und irgendwann war alles wieder weggeräumt, der Grill angeschmissen und unser Platz ist bereit für die Saison. 

Es ist gut, wieder nette Leute um sich zu haben, aber es war auch ein bisschen überfordernd, von 0 auf 15 und ich selbst war, glaube ich, den ganzen Tag im Unterzucker, dizzy im Kopf: Mein Körper fordert die verlustig gegangenen Kalorien zurück, aber durchs Putzen und Machen und Wuseln drum herum war nicht so richtig Zeit und Aufmerksamkeit, sich angemessen mit der passenden Sorgfalt drum zu kümmern. 

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