Camping in Corona-Zeiten - Der erste echte Campingtag nach dem Lockdown
Sonntag, 10.5.2020
Offen!Seit dieser Woche ist die Insel wieder offen, mein geliebtes Fehmarn ist wieder (zumindest für Dauercamper und noch ein paar andere Gruppen) zugänglich und da ich durch den SuS Dauercamperin bin, darf ich nun ganz offiziell und legal die Insel betreten.
Und dann bin ich über die Brücke gefahren.
Eine kleine Randnotiz, eine kleine Nebenbemerkung zu den letzten Einträgen Camping in Corona-Zeiten: ...ich war nie wirklich weg! Da ich hier und da immer noch eine Bemerkung zu meinem Campingabenteuer höre, wollte ich das wenigstens einmal richtig stellen. Ich hatte den Text doch sogar extra kursiv geschrieben um anzudeuten, dass hier irgendwas nicht stimmt. Aber, wie ein Freund und Kollege schon sagte: Wahrheit und Dichtung lagen nah beieinander. Jede Geschichte hat ihren wahren Kern und jede Geschichte könnte ich in die Realität auflösen. Mach ich aber nicht, wäre ja langweilig.
Und dann bin ich über die Brücke gefahren.
Ein Tag am Strand, ein Tag am Meer, ein Tag am besten Ort der Welt. Es ist nicht irgendein Strand und nicht irgendeine Stelle des Meeres, es ist der Ort, der meine Welt wieder ein bisschen ganzer macht. Ein Ort der am Ende des Tages immer einen Zauber hinterlässt, ein Ort von dem ich immer ein bisschen heiler zurück komme. Und wer nicht noch ein bisschen mehr hinter den Zeilen weiß, kann sich kaum vorsstellen, WIE SEHR mir dieser Ort gefehlt hat.
Rechts runter von der Bundesstraße, dreimal links und dann nur noch rollen lassen bis zum Campingplatz Strukkamp Huk. Die Schranke ging hoch und ich war da. Noch ein paar andere SuSler waren ebenfalls hoch gefahren. Wir saßen in der Sonne auf unserem Platz, zu fünft in einem großen Kreis und quatschten und redeten und freuten uns endlich wieder hier zu sein. Abends sollte viel Wind aus Nord kommen worauf ich eigentlich keine Lust hatte, aber es stellte sich heraus, dass wir ab 15Uhr einen auffrischenden Nordwestwind bekommen würden, der erst ab 17/18Uhr auf Nord drehen und sich danach deutlich verstärken würde - FOILTIME!!!
16Uhr Foilwind an.
Und es war ein Paradies. Erst wenig Wind, es reichte gerade so zum Foilen und unglaublich glattes Wasser. Keine Strömung/Verwirbelungen/Wellen, das Foil flog einfach sanft und schwerelos durch sein Element. Das Wasser war so klar dass man überall bis zum Grund sehen konnte und es leuchtete in dem schönsten aller Meeresgrüns. Es war nichts zu hören außer das Rauschen des Foils. Genau das ist das Paradies - dieser Flow, dieses Gleiten, diese Schwerelosigkeit ist für mich das beste Gefühl überhaupt auf dem Wasser. Die Halsen klappten gut, links vor, rechts vor, alles kein Problem. Lutzibutzi war auch dabei und es war einfach nur großartig. Genau so wie ich eine perfekte Foil-Session erträumen würde. Eine Stunde lang mit zunehmendem Wind, bis er für den 11er Hyperlink und Foil zu stark wurde.
Und jetzt liege ich im Bus, es ist halb acht. Der Wind ist fast stürmisch geworden, trotzdem ist es hier noch warm und gemütlich, Piccio schläft auf meinen Beinen und die sieben Stunden die ich erst hier bin fühlen sich wie eine Ewigkeit an.
Nächstes Wochenende fahre ich wieder hierher.
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| Die erste Fehmarn-Foil-Session nach dem Lockdown. |



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