Camping in Corona-Zeiten - Tag 7
Zwischeninfo: Ich schreibe gerne. Ich schreibe gerne wenn ich genauso schreiben kann ich wie ich will und mir niemand rein quatscht, wie ich was zu schreiben habe, damit es dem und dem Stil entspricht und ich nicht Märchenwelt- mit Phantasieweltsprache vermischen darf.¹ Wenn ich mir ältere Beiträge anschaue, freue ich mich über die schönen Erinnerungen.
Und dann hieß es auch schon:
Gut Nacht, schlaft gut, Ihr Sorgen -
leckt mich am Arsch - bis morgen!
Ein bisschen schreibe ich das hier auch für meine Eltern, damit sie auf meinen Reisen wissen dass es mir gut geht und was ich erlebt habe. Und dann schreibe ich das für all diejenigen die meine Geschichten mögen und irgendwas Positives davon mitnehmen, ein Lächeln, Lachen, gute Laune oder einfach nur Ablenkung für den Moment.
Für nichts anderes. Für keine Likes, für keine Kommentare, für keine Abonenten nur für ein bisschen was Schönes in der Welt.
Deshalb musst Du das hier auch nicht lesen oder Dich zu einem Kommentar gezwungen fühlen, nur weil Du mich kennst. "Das macht man so." ist wirklich das Letzte was ich hier möchte.
Feel free to read on and feel free not to.
Freitag, 3.4.2020 Tag 7
Heute wurde dem Dschugelteilstück T'err à Sse der Kampf angesagt.
Mit einer Machete bewaffnet mache ich mich auf den Weg um einen Pfad durch das Unterholz zu schlagen. Mit weit ausholenden Schlägen nach links und rechts kämpfte ich mich durchs Gestrüpp, blieb mehrfach an den fingerlangen Dornen des Blutwegerichs hängen und war froh, dass ich ebenfall noch die Weed Hoe (WAS? Kifferhure? Danke für gar nichts, google) im Anschlag hatte.
Eimerweise landete das Zeug aus den Fugen drüben beim Nachbarn, bis C. mich fragte, ob ich denn ihren Mann gesehen hätte. Ich grübelte kurz und dann wurde mir klar, woher die röchelnd hustenden Geräusche zu Beginn herkamen. "Nein, keine Ahnung!" - und ich widmete mich wieder auffällig unauffällig pfeifend meiner Arbeit zu.
Auf diese Arbeit würde natürlich der schon vorbestellte Kärcher folgen müssen, aber da es soooo schön und befriedigend ist etwas zu kärchern, verschob ich diese Arbeit auf den folgenden Tag, denn das muss man in Ruhe und mit Geduld genießen.
Nachmittag: Spaziergang durch das Naturschutzgebiet. Dieser Teil des Dschungels ist schon für Touristen erschlossen und bietet in dieser Jahreszeit vor allem olfaktorische Genüsse aus der Rinder- und Schweinemast von ganz hinten.
Aber abends war es wieder soweit: Ergotherapie mit der Ärztin Malte.
Ja, hätte würde könnte, war aber nicht so. Die Ärztin hat sich verabschiedet und stattdessen war da so ein Höllenfürst. "Der Explosiv-Experte der Truppe setzt auf C4, um Zombies massenhaft in die Luft zu jagen und ist ideal geeignet, um große Gruppen zu bekämpfen." Joa, hätte würde könnte. So richtig war der Höllenfürst noch nicht mit seiner Aufgabe vertraut, aber gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Und außerdem war er zum ersten Mal erst dabei. Aber auch der Schädlingsbekämpfer war nicht auf der Höhe seiner taktischen Kompetenzen und so verloren wir ein Spiel nach dem anderen. Eins gewonnen, vier (oder noch mehr?) verloren. Und dann hieß es auch schon:
Gut Nacht, schlaft gut, Ihr Sorgen -
leckt mich am Arsch - bis morgen!
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| Im Gegensatz zum aktuellen Trend des zu Hause bleibens, ist in diesem Hotel schon das erste Zimmer belegt. |
¹: Mit so einem Kommentar hatte es der Schulleiter an meiner Referendariatsschule tatsächlich geschafft, dass ich mich nach der Besprechung einer Hospi-Stunde das einzige Mal heulend auf dem Klo eingeschlossen habe, weil ich diese Kritik so unnötig und einfach nur unfair fand. Ich hatte meine Musikstunde mit einer Phantasiereise, die alle Kinder bereitwillig mitgemacht haben, begonnen. Die Stunde lief ansonsten super, meine beiden Mentoren hatten kaum was auszusetzen, aber er musste dann noch irgendwas zu meckern finden und er fand ein Wort in der Phantasiereise, welches ihm nicht passte. Nachtragend? Ja, wenn ich etwas ungerecht finde.



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