Tag 9, Strukkamp Huk, Sonntag, 14. Oktober 2018

Antizyklisch

Heute ist der Tag des Antizyklischen.

Trotz tollem Wind und gutem Wetter war ich NICHT kiten.

Ich bin nämlich leider zyklisch aufgestanden, habe zyklisch gefrühstückt, zyklisch abgewaschen und mich zyklisch auf den Weg an den Spot gemacht, der um zyklische 10:30 schon rappelvoll war. Und es strömte weiter auf den Parkplatz. 
Einen Anspruch habe ich an den Kitespot: Er sollte nicht zu voll sein. So voll wie heute ist man NUR damit beschäftigt, auszuweichen, auf die anderen aufzupassen und regelwidrig zu handeln, weil die anderen sich nicht an die Regeln halten. Jedenfalls kennen zu viele die Vorfahrtsregeln nicht und dann wird's nervig. Zu den Kitern kommt noch ein großer Schwung Anfänger, die einfach nicht anders können, als es nicht zu können, um die muss man auch noch rum fahren oder am besten auf Abstand bleiben und am Ende bleibt einem nur übrig, gaaaaanz viel Höhe zu fahren um ein bisschen Platz zu haben. 

Was möchte ich vom Kitesurfen?
- Ein gutes Gefühl

Das geht entweder dadurch, dass ich Trainingsfortschritte mache oder dadurch, dass ich frei und unbekümmert meine Linien durchs Wasser ziehen kann. Da beides heute nicht möglich war, trainieren oder den Flow zu genießen, habe ich ganz großzügig meinen Platz auf dem Wasser an all die zurückgegeben, die nicht noch bis Donnerstag hier bleiben können, an die Tagesgäste.

Ein weiteres Pro für das nicht-kiten ist, dass mein Körper bei jeder Bewegung weh tut: der recht Fuß, weil ich gestern beim Sturz blöd in der Schlaufe hängen geblieben bin, die Oberschenkel vom switch fahren, der Bauch sowieso und im oberen Rücken ist auch noch was muskelbekatert.

Also zurück und herrlich eine Zeitung kaufen und in den Entspannungsflow eintreten. Dazu gehört ein Kaffee mit Zeitung, Neozeugs zum Trocknen raus legen und für das beste Gefühl wurde auch noch mal der Laderaum hinten ausgeräumt, alle Kisten ausgekippt, gesäubert und neu geordnet. Herrlich. Eine kathartische Wirkung. 

Am Nachmittag gab es dann am Strand sitzen und nichts tun, während Piccio ihr Leben genießt und später dann doch noch das schlechte Sportgewissen mit einer kleinen Laufrunde beruhigen. Kurz dem Gehirn "Fresse halten" sagen und dann war wieder alles in bester Entspannung.

Meinem Körper wird die Pause gut getan haben und meinem Geist auch. 

Und nun?
NOCH EINE WOCHE FERIEN :-)))))))


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