Mein erstes Mal

Morgen gibt es richtig Muskelkater!
Und blaue Flecken.

Heute bin ich das erste Mal gefoilt. Und wahnsinnigerweise sogar echte 20m geflogen. Ich wusste gar nicht, wie mir geschah und da flog ich schon, direkt beim Starten nach links. Und dann flog ich und dann wurde es schnell und schneller und aaaaaaaaaaaaah was mache ich - plaaatsch - in die Ostsee.

Nach rechts ging es viel schlechter und ich hatte plötzlich vergessen, wie ich überhaupt aufs Board aufsteige. Und nach rechts wurde es sofort unkontrollierbar schnell und Bremsen mit Druck auf dem hinteren Bein geht natürlich nicht - dann gibts Space Shuttle und Titanic, wie mein Freund Davor seine ersten Foilversuche, auch an diesem Wochenende, beschrieb.

Und dann war ich plötzlich so hoch, oh mein Gott, gleich fliege ich aus dem Wasser raus und dann zack, wieder rein gefallen.

Und der Kite fiel dann auch, mit Kravatte. Das erste Mal musste ich in Gold2 alles bergen und zurück schleppen, das zweite mal blieb ich wenigstens auf Höhe Strukkamp.

Deutlich blaue Flecke wird es am Fuß geben. Schön einmal gegen den vorderen Flügel gedonnert, da war ich froh, dass ich Schuhe an hatte, sonst wäre der Kratzer sicherlich tiefer gegangen. Und einmal bin ich ungünstig mit der Private Area auf die Boardspitze gefallen. Aber beide Stellen sind zum Glück nicht öffentlichkeitswirksam.

Fazit:

ICH LEBE NOCH!!! Und es ist weniger zickig oder hektisch, als ich erwartet habe.

Kite: Wenn man fliegt braucht man 0 Druck - der Soul war viel zu groß und das nächste Mal übe ich mit nem Tube - wenn der droppt trocknet er leichter, ich kenne mich gut mit meinen Tubes aus und weiß dass ich sie auch mega gedepowert fliegen kann und außerdem sind sie kleiner.

Board: Das geliehene Board war viel zu groß! Das Handling war die Hölle. Das Ganze Geraffel war größer als ich. Es war, als hätte ich ein SUP unter den Füßen. Auch daher kam später das Gefühl, dass ich gar nicht aufs Board komme und nicht starten kann. Die Ganze Bergung war jedes Mal ein Akt. Der Carbon-Wing darf ja möglichst nicht den Grund berühren. Also muss man es im flachen Wasser umdrehen, dann haut einem die Wingspitze fast an den Kopf und eigentlich hätte man gerne 2 Hände für den gedroppten Kite und das Board treibt so schnell nach vorne, dass man es auch nicht loslassen kann, sonst ist es gleich in den Leinen...



Spot: Strukkamp war gut. Erst etwas Stehrevier, dahinter tief.

Ausrüstung: Helm ist Pflicht und die Auftriebsweste war auch eine Gute Sache, besonders als ich 100m Richtung Land treiben musste.

Einfach ist was Anderes, aber ich habe es gefühlt - das Gefühl vom Foilen, das Gefühl vom Fliegen. Und das ist mega gut!

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