3. Tag, Strukkamp-Huk, Deutschland, Montag 13.8.2018
"Pling pling pling", klimpern die Flaschen in meinem Kühlschrank. Daraus lässt sich schließen, dass der Kühlschrank leerer wird, der Ausflug zu Ende geht (ja ja, man könnte ja einkaufen), er aber noch nicht zuende ist, weil noch Flaschen im Kühlschrank stehen (ja ja, man könnte sie auch wieder mit zurück nehmen - seid doch nicht so unromantisch).
Heute sollte der Tag werden, an dem ich mir neue Campingstühle kaufen würde, dieser Tag muss jedoch mangels passender Campingstühle verschoben werden. Der Campingladen in Burg hat zwar Campingstühle, aber nur Luxuscampingstühle oder Chillcampingstühle, aber keine einfachen Klappcampingstühle, wie ich sie vor ca 5 Jahren dort schon einmal gekauft hatte.
Der nahegelegene Baumarkt hatte auch keine weiteren Sitzmöbel und so streifte ich lauernd durch die Grillabteilung. Die Überlegung zur Anschaffung eines Gasgrills schreitet weiter voran. Der Son of Hibachi ist zwar immmer noch die Krone aller Kompaktholzkohlegrills, für eine Einzelgrillung ist das aber zu energieaufwändig. Ein Landmann Modell liegt gerade an erster Position, ähnlich kompetent wie das Modell von Weber, aber nur ein Drittel so teuer. Ich schätze, dass sich der Weihnachtsmann über gute Wünsche freut.
Weiter ging es zum Grünen Brink. Zum Kitespot habe ich bis auf den 7er ALLES an Kitematerial hingeschleppt, was ich besitze und tatsächlich habe ich auch alles benutzt: Start mit dem 12er Rebel mit kleinem Brett, umbauen auf den 12er Soul mit großem Brett und dann noch mal das kleine Brett. Ich war bestimmt 3 Stunden auf dem Wasser und es war MEGA! Springen und Backroll geübt - das funktioniert auch in Norddeutschland! Zwinschendrin war ich mal alleine unterwegs weil alle anderen, zu fett, zu hässlich oder schlecht ausgerüstet waren. Ok, das war gemein. Mit meinen 57kg habe ich nunmal ein fantastisches Lowend-Kampfgewicht, die Spleene-Session 43 gleitet wie nichts Gutes und der 12er Soul ist einfach mal die angesagteste Ansage, was Leichtwindkites angeht. Meine unterschwellige Aggression kommt von dem einen dummen Core-Kiter, der am Ende (ich hatte schon ein- und weggepackt) bei der regnerischen Flaute sagte "wenigstens werden die Flysurfer jetzt nass" - Was für ein Arschloch - ein typischer Spruch für den Arschloch-Core-Kiter. Schwarz (wie sein Kite) vor Neid, dass er nicht fahren kann - "wir" konnten sehr gut fahren. "Wir" Flysurfer und (wir) Foiler. Ach, ich vergaß, ich bin noch kein Foiler, im Herzen aber schon. Aktuell ist es das Fluente easy, von dem ich heute nacht träumen werde.
Abends war ich schon wieder sehr froh, den Son of Hibachi dabei zu haben, so gab es wenigstens einen objektiven Grund, Nele und Britta zu fragen, ob sie mit grillen wollen würden. Das war sehr nett - ein sehr schöner Abend.
Und wenn sie nicht aus Köln und Tirol kämen, hätte ich neue Kite-/Windsurffreunde gefunden.


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