Vorbereitungen
5 Wochen.
Das war mein Plan. 5 Wochen unterwegs sein. Vielleicht werde ich 3 Wochen davon kiten, vielleicht werde ich durchs Land fahren. Die genaue Planung war ungewiss – bewusst. Ich hatte einfach gar keine Lust mich auf irgendwas festzulegen oder irgendwas zu planen. Ich wollte zur schönen Kitebucht in der Nähe von Zadar und alles Weitere würde sich ergeben. Das bedeutete auch für die Planung, dass ich „alles“ einpacken musste. „Alles“ sind viele kleinere und größere Gegenstände und so fing ich ca. 2 Wochen vor den Sommerferien an, ein kleines „Einpacklager“ im Wohnzimmer zu errichten um nach und nach Dinge hinzuzufügen, die ich mitnehmen wollte. Das war verschiedenes Sportequipment: Softball, Schnorcheln, Kiten (war schon im Bus), Klettern, Klettersteig, Laufen. Man weiß ja nie. Hundegedöns nahm auch noch einiges an Platz ein, Ladegeräte, Laptop. Es musste dafür gesorgt werden, dass ich genügend Gas für den Kühlschrank und den Kocher und genug Hundefutter habe und ganz kurz vorher entschied ich doch noch, Kontaktlinsen zu bestellen. Ein Ersatzpaar, während das getragene Paar schon alt ist, war zu wenig.
Die zweite Woche vor den Ferien war pures Chaos. 4 von 5 Nachmittagen in der Schule verbracht und nach der dritten Woche (die emotional die Schlimmste ist – lange Schule gehabt und die Ferien noch nicht greifbar) ein echter Energiekiller. Die Hühner mussten auch noch versorgtgeplant werden und dann hatte ich noch so einiges an sozialen Strukturen zu knabsen – Exexfreundin, Exfreundin, Kitefreundin – alle drei mussten aus meinem Leben verschwinden, wegen diverser kraftraubender Energien.
Letzte Woche vor den Ferien – Aktionstage und dann einpacken am Donnerstag. Meine lange Vorbereitungszeit hatte sich bezahlt gemacht – es gab keinen Stress und dank eines günstig gelegenen Stundenplans hatte ich Freitag schon frei und konnte los fahren, in den Urlaub.


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