17. Tag – Razanac/Ljubac, Kroatien, Sonntag 22.7.2018

Der Wahnsinn. Das ist einfach der Wahnsinn – wie müde ich bin. Ein Wetterumschwung kündigt sich an, die Bora kommt oder irgendwas liegt in der Luft. Seit heute mittag könnte ich nur schlafen oder dösig vor mich hin existieren.
Aber bis dahin hatte ich die Insel und die Stadt Pag besucht. Von den Venezianern wurde die Insel leergerodet und übrig geblieben ist eine karge Felslandschaft mit ein paar bodennahen Pflanzen. Das sah sehr beeindruckend aus. Piccio hat die Wanderung durch die Felslandschaft hervorragend gemeistert, wie gestern auch die Wanderung zur alten Festung. Sie hat ständig Wasser gesoffen, hat gehechelt wie nichts Gutes, aber ihrem Jagdinteresse nach zu urteilen ging es ihr trotzdem gut. Dieses Mal hat sie nichts erbeutet, was auch daran lagt, dass ich sie bei den Schafen zurückgehalten habe, sonst würde es jetzt Hammelkeule statt Nudeln mit Tomatensoße geben.
Die Stadt Pag ist ein hübscher, kleiner Ort. Vor dem Ort gibt es eine Saline, richtig großes Gelände. Zvone sagte mir später, dass sie nicht funktioniert. Neben den Becken liegt Müll ohne Ende und sie produzieren kein Salz selbst, sondern kaufen es von irgendwoher, lassen es mit LKW dort hin transportieren und packen es dann dort in Säcke mit der Aufschrift „Salina Pag“.
Ansonsten ist Pag bekannt für Spitzen ob nun geklöppelt oder wie auch immer entzieht sich meiner Handwerksunkenntnis und das Museum wollte ich deswegen auch nicht unbedingt besuchen. Dann gibt es dort noch einen besonderen Käse, da ich zu dem Zeitpunkt aber schon so müde war, hatte ich keine Lust mehr, noch irgendwo anzuhalten und bin einfach an den Strand durch gefahren. Zvone und seine Kumpel waren auch da, der Wind war zwar stark, aber sehr böig, also nichts verpasst.
Noch mal eine Runde Klamotten gewaschen, Wasser aufgefüllt, die Nudeln sind nun fertig und morgen geht es weiter zum Kitespot Neretva. 3,5h südlich von hier.

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