15. Tag - Razanac/Ljubac, Kroatien, Freitag 20.7.2018

Was suchen die älteren Herrschaften denn da im Wasser? Was für ein weißes Pulver haben sie dabei? Möglicherweise suchen sie Schwertmuscheln? Google hilf!
„Mange la mer“ - so heißt es in Frankreich, verbunden mit einem größeren Regelwerk. Für Kroatien habe ich nichts dergleichen gefunden.
Nun zur Anleitung: Schwertmuscheln sammelt man, indem man die Löcher in denen sie hausen mit Salz bestreut und sie dann, wenn sie raus kommen (angeblich denken sie, dass die Flut einsetzt und sie wieder raus kommen können), sanft, aber mit beherztem Ruckeln rauszieht.
Das klang einfach und tatsächlich! Sogar im knietiefen Wasser funktioniert es (die Muscheln wissen längst, dass die Flut schon wieder da ist, die müssen sich was anderes dabei denken)! Mit bestem Himalaya Salz (danke an Eike) sammelte ich drei Schwertmuscheln und fand noch eine richtig große Herzmuschel. Ich wässerte sie den Tag über und gegen Abend habe ich sie dann 5 Minuten im Meerwasser gekocht.
Was für eine Geschmacksexplosion!

Da es für mich ungewohnt war, Tiere selbst zu jagen, zu erlegen, zu kochen und dann zu essen, wusste ich anfangs nicht, ob ich das gut finde, aber der fantastische Geschmack hat alle Zweifel über Board geworfen. Und ja, als Nicht-Vegetarier schadet es auch nicht, mal alles selbst zu machen, auch wenn es „bloß“ Muscheln waren.

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